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Leuchtturm
Der 1814 erbaute Leuchtturm Oviši gilt als das älteste noch funktionierende Navigationsbauwerk in Lettland. Die Turm ist 37 m hoch. Bei ihm handelt es sich um eine Doppelzylinderkonstruktion, im Inneren der Steinmauer gibt es einen zweiten Turm mit einem Durchmesser von 3,5 m. Diese Art von Leuchttürmen in Doppelzylinderbauweise wurde im 18. und 19. Jahrhundert in Europa auch als Verteidigungsbollwerk für den Fall eines feindlichen Angriffs genutzt. Im Leuchtturm gab es auch eine Beleuchtungsvorrichtung mit Scheinwerferlinsen; die Vorrichtung wurde von einem Uhrmechanismus angetrieben, der jedoch 1915 nach Russland gebracht wurde. Die deutschen Besatzungsbehörden installierten eine neue Lichtanlage mit einem Azetylenbrenner, welcher bis 1961 genutzt wurde. Das weiße Lichtfeuer mit einer Sichtweite von 7,5 Meilen blinkt alle 7,5 Sekunden. Neben Ausstellungsstücken - Navigationsgegenständen, die zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Leuchttürmen gebraucht wurden - gibt es jetzt neue interaktive Exponate, bei denen man sich der neusten Technologien bedient. Damit kann die Navigationsgeschichte nicht nur visuell erkundet werden, sondern man kann sie auch hören und anfassen. Bei gutem Wetter sieht man den benachbarten Leuchtturm Miķeļbāka (62 m), der der höchste Leuchtturm im Baltikum ist. Im Meer wiederum sieht man den neuesten Leuchtturm in Lettland - den erst 1986 erbauten Leuchtturm Irbe.
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