Objekte

Wasserturm
Der Wasserturm ist ein Bestandteil der historischen Landschaft in "Moрской город", der ehemaligen Seestadt des russischen Kaisers Alexander III. in der Festung von Liepāja. Das genaue Baujahr des Turms ist nicht bekannt. In den schriftlichen Quellen wird ein Datum von 1903 bis 1905 angegeben. Auch der Autor der Projektes ist unbekannt, aber in der zugänglichen Literatur wird Stephan Galenzovsky, ein Architekt aus Sankt Petersburg, als Urheber genannt. Der Wasserturm war als technischer Bau konzipiert. Seine wichtigste Aufgabe war es, das ganze Gebiet von Karosta mit Trinkwasser zu versorgen. Bis 1920 war der Wasserturm dem Kriegsministerium von Russland zugeteitl, von 1925 bis 1940 - dem Kriegsministerium der Republik Lettlands. Nach dem Zweitem Weltkrieg übernahm das

Verteidigungsministerium der UdSSR den Turm. Als die sowjetische Armee aus Lettland abgezogen war, wurde das Unternehmen "SIA Liepājas ūdens" mit der Verwaltung des Wasserturms betraut. Seit 1989 wird der Turm nicht mehr als Wasserturm genutzt. Den Betrieb des Wasserturmes wurde durch eine Dampfmaschine sichergestellt. Sie hatte zwei Kohlekessel, von denen einer als Reserve diente. Das Getriebe trieb vier Pumpen an, von denen zwei als Reserve dienten. Vier Tiefbohrungen sicherten die Zufuhr von Wasser zu den Pumpen, mit deren Hilfe es zum Behälter im fünften Stockwerk hochgepumpt wurde.

Technologisch gesehen einzigartig ist auch die Drehbrücke von Karosta, welche nach Zeichnungen von Alexandre Gustave Eiffel angefertigt wurde.
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